Ingenieurbiologie
Totholzfaschinen aus Laub- und Nadelholz
Einsatzgebiete: Straßenbau, Tagebau
Totholzfaschinen werden häufig als leichte Böschungsfußsicherung und in Bereichen mit geringer Erosionsgefahr eingebaut. Die bis zu 2,50 m langen Reisig- oder Strauchbündel verhindern, dass Erdmassen am Hang verrutschen. Sie werden in der Regel bündig mit Pflöcken aus Nadelholz vernagelt und anschließend mit Oberboden abgedeckt.
Lebendfaschinen
Einsatzgebiete: Wasserbau, Straßenbau
Triebfähige Weidenruten (Salix) dienen als lebende Faschinen. Die anwachsenden Weiden entziehen dem Boden Wasser und stoppen damit die Erosion. Mit ihrer Verwurzelung erhöht sich der Schutz vor Rutschungen.
Steckhölzer, Steckstangen
Einsatzgebiete: Befestigung von Erosionsschutzmatten, Wasserbau
Um Böschungen und ufernahe Bereiche in der Tiefe zu sichern, kommen austriebsfähige Steckhölzer oder Steckstangen von meist schmalblättrigen Weidenarten zum Einsatz.
Die Stecklinge werden zu zwei Dritteln in den Boden getrieben und bilden schnell Wurzeln aus. Unter Beachtung des Nährstoffgehaltes am Standort entwickeln sie sich zu vollwertigen Pflanzen.
Kokoswalzen
Einsatzgebiete: stark erosionsgefährdete Bereiche, Renaturierung von Bachläufen
Kokoswalzen bestehen aus Kokosfaser, die in einen Netzschlauch gepresst ist.
Die rollenförmigen Bauelemente dienen zur Stabilisierung der Uferlinie bis die Ufervegetation diese Funktion übernehmen kann.



